Donnerstag, 26. Juli 2012

Energiewende: Nachhaltige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien

Die in Deutschland fast schlagartig eingeleitete Energiewende hatte ihr auslösendes Moment in der Atomkatastrophe in Japan (Fukushima).

Radioaktivität ist absolut tödlich und kann bei einem nuklearen Zwischenfall durch nichts aufgehalten werden. Die moderne Technik der heutigen Zeit ermöglicht schon seit längerem die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien, die für alle Lebewesen völlig ungefährlich sind.

Die seit vielen Jahren bestehende Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg von Bündnis 90/Die Grünen, ist von daher absolut richtig. Atomkraftwerke bei vorhandenen Alternativen weiter zu betreiben ist unverantwortlich und der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie die einzig mögliche logische Konsequenz.

Diese Umgestaltung der "Energieerzeugungslandschaft" in Deutschland, hin zu den Erneuerbaren Energien", erfordert einen gigantischen Aufwand und bringt natürlich auch "Opfer" mit sich.

Die Energieversorgung der Zukunft benötigt neue Standorte zur Stromproduktion und eine neue Infrastruktur zur Stromverteilung aus diesen neuen Standorten. Dies bringt zwangsläufig einen zusätzlichen Flächenverbrauch für z.B. Windernergieparks, Solarparks, Speicherkraftwerke und neuen Stromtrassen zur Energieverteilung mit sich.

Ebenso gilt es das Landschaftsbild zu schonen und touristisch stark frequentierte Regionen im jetzigen Zustand zu erhalten. So könnte man beispielsweise im gesamten Schwarzwald an jeder von der Windausbeute her geeigneten Stelle Windkraftwerke errichten. Dies würde jedoch das Landschaftsbild völlig zerstören und den Erholungswert der gesamten Region auf Null setzen.

So möchten weder Urlauber und Erholungssuchende noch Einheimische den Schwarzwald sehen. Windkraftanlagen in einer solchen Region zerstören Landschaftsbild und Erholungswert völlig.

Wesentlich sinnvoller ist es daher, die Starkwindregionen der deutschen Küsten zentralisiert für Windparks (Offshore) zu nutzen und den dort produzierten Strom aus Windkraftanlagen über vorhandene und neue Stromtrassen in die südlichen Regionen zu transportieren. In den südlichen Höhenlagen werden dafür im Gegenzug nur dort errichtbare (Höhenunterschied) Pumpspeicherkraftwerke gebaut, die für Energiespeicherung und Netzstabilität sorgen.

Offshore Windpark in angemessener Entfernung zur Küste. Für Urlauber und Strandbesucher praktisch unsichtbar und keinerlei Beeinträchtigung für Landschaftsbild und Erholungswert am vorgelagerten Strand.

In diesem Wechselspiel leistet so jede Region ihren speziellen Beitrag zur Energiewende und dem Schwarzwald als Erholungsregion bleibt die völlige Zerstörung des Landschaftsbildes und damit einhergehend der Verlust als Erholungsregion erspart.

Das nun vielerorts ausgerechnet Grüne Lokalpolitiker die Umsetzung der Energiewende und des Atomausstieges massiv behindern, ist schon fast schizophren.

Die jahrelang zu recht gestellte Forderung nach einem möglichst schnellen Atomausstieg und die nun auf lokaler Ebene ständig anzutreffende Verhinderungspolitik bei notwendigen Bauvorhaben zur Energiewende von lokalen Mitgliedern der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist politische Verlogenheit erster Klasse.

Ein Beispiel hierfür ist das geplante Pumpspeicherkraftwerk Atdorf im Südschwarzwald. Ein solches Kraftwerk kann in Deutschland nur an sehr wenigen Standorten gebaut werden. Die Bundesgrünen sagen "...brauchen wir zur Energiewende", die Landesgrünen sagen "... brauchen wir zur Energiewende" und die lokalen Grünen vor Ort sagen"... aber nicht vor unserer Haustür".

Dabei sind dies die selben lokalen Grünen, die bis zur eingeleiteten Energiewende den Atomausstieg und den Umbau hin zu den Erneuerbaren Energien vehement gefordert haben. Mit einem solchen Verhalten verliert die Partei Bündnis 90/Die Grünen jegliche politische Glaubwürdigkeit.

Es ist sicherlich richtig Großbauprojekte wie das PSW Atdorf kritisch zu begleiten und auf eine für Natur und Umwelt möglichst schonende Umsetzung zu achten. Ein solches aber ohne wenn und aber abzulehnen, weil es vor der eigenen Haustür liegt, ist für ein Parteimitglied von Bündnis 90/Die Grünen vor diesem Hintergrund schon fast unglaublich.

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